Bei Nachhaltigkeit geht es um die Gestaltung unserer Zukunft - das ist auch für unsere Auszubildenden sehr wichtig. Hier berichten sie über ihren Arbeitsalltag und ihre Sicht auf das Thema. Denis, 18 Jahre, ist im 3. Lehrjahr seiner Ausbildung zum Mechatroniker bei der Köstritzer Schwarzbierbrauerei.

 

 

Denis Mechatroniker, 3. Lehrjahr

Denis, warum hast du dich für die Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei der Köstritzer Schwarzbierbrauerei entschieden?

Ich wollte schon immer was Handwerkliches machen. Da ich auch mein Schulpraktikum in der Köstritzer Schwarzbierbrauerei absolviert habe, konnte ich schon einen Einblick bekommen, wie die Arbeitsabläufe im Betrieb funktionieren. Das hat mich bestärkt, mich dort um die Ausbildungsstelle als Mechatroniker zu bewerben.

Inwiefern bist du im Rahmen deiner Ausbildung mit dem Thema Nachhaltigkeit in Berührung gekommen?

In der Ausbildung wurde ich bei der Umstellung der Beleuchtung im Bereich Abfüllung von Leuchtstoffröhrentechnik auf LED-Technik eingesetzt und mir wurde die Stromeinsparung bewusst. Bei dem Projekt „Nutzung der Abwärme des BHKW“ ist mir aufgefallen, wie kompliziert die Regelung ist, wie sinnvoll man die Wärme jedoch noch nutzen kann. Ich war auch schon bei der Optimierung der Maschinen dabei, um die Stromaufnahme zu reduzieren, zum Beispiel durch das Abschalten von Flaschentransportbändern bei Stillstand.

Was bedeutet dir persönlich das Thema Nachhaltigkeit?

Ich finde, das ist ein wichtiges Thema. Es geht ja immerhin nicht nur um das Hier und Jetzt, sondern man will ja auch etwas für die nachfolgenden Generationen hinterlassen. Das kann man schon erreichen, indem man die alltäglichen Dinge im Leben und im Arbeitsalltag sinnvoller nutzt und einsetzt, wie z. B. das Licht beim Verlassen der Werkstatt auszuschalten.

Mit der heutigen Technik können Unternehmen viel effizienter arbeiten als vor 20 Jahren.

Welche Herausforderungen und Chancen siehst du beim Thema Nachhaltigkeit für dich und deine Generation?

Der heutige Stand der Technik erlaubt es uns, viel effizienter arbeiten zu können als noch vor 20 Jahren. Das ermöglicht uns, Kosten einzusparen und nachhaltiger zu arbeiten. Lehrgänge und Schulungen ermöglichen uns, den Stand der Technik optimal auszunutzen. Außerdem können schon alltägliche Dinge helfen, die Natur zu schonen, z. B. Fahrrad fahren statt mit dem Auto.

Ein Tag im Arbeitsleben von Denis

6.00–6.30 Uhr: „Schichtübergabe“

Zur Schichtübergabe werden uns alle wichtigen Informationen zur vergangenen Schicht übermittelt. Wenn Reparaturen in unserer Schicht geplant sind, werden sie uns zur Abarbeitung ebenfalls mitgeteilt.

Anlagen und Abläufe werden bei uns regelmäßig überprüft.

6.30–7.30 Uhr: „Umbau Anlage 4 auf 0,33 l“

Bevor der Schlosser und ich zur Anlage gehen, wird erst mal das notwendige Werkzeug bereitgelegt. Beim Umbau der Anlage muss man gewissenhaft arbeiten, deswegen erklärt mir der Schlosser genau die anfallenden Arbeiten und Abläufe. Da man beide Maschinenseiten separat einstellen muss, können wir parallel zueinander arbeiten. Nach Fertigstellung der Arbeiten müssen wir den Anlauf der Maschine kontrollieren, um die reibungslose Funktion der Maschine zu überprüfen.

7.30–8.30 Uhr: „Einweisung über den Umbau der Lüftungsanlage“

Im Besprechungsraum der Technik wurde mir mitgeteilt, dass ich beim Umbau der Lüftungsanlage eingeteilt bin. Ich soll den Elektriker bei der Installation unterstützen. Damit ich einen Überblick über die Funktion des BHKW und die Abwärmenutzung bekomme, besprechen wir uns mit den beteiligten Mitarbeitern.

9.15–10.00 Uhr: „Besichtigung der Lüftungsanlage“

Auf dem Podest der Lüftungsanlage vergleichen wir den Übersichtsplan mit den örtlichen Begebenheiten. So bekommt man eine gute Vorstellung, was zu tun ist.

Bevor wir mit den Arbeiten beginnen, müssen wir die richtigen Werkzeuge zurechtlegen.

10.00–13.30 Uhr: „Unterweisung über die einzelnen Schritte“

Der Elektriker und ich verständigen uns über die beste Vorgehensweise, sodass wir das entsprechende Werkzeug und die benötigten Materialien zusammenstellen können. Das hilft mir sehr, da ich selbst noch nie an so einem umfangreichen Umbau gearbeitet habe und nun auch einen Ablauf im Kopf habe, den wir nach und nach abarbeiten können. Nach der Bereitstellung der Materialien konnte ich mit der Installation beginnen. Es mussten Kabel verlegt, Luftschläuche gezogen und Initiatoren angeschlossen werden.

13.30–14.00 Uhr: „Meine Schicht ist zu Ende.“

Vor Schichtübergabe muss ich wie jeden Arbeitstag meinem Ausbildungsnachweis schreiben und darin die Aufgaben dokumentieren, welche am Tag angefallen sind. Wenn die Spätschicht eingetroffen ist, werden die abgearbeiteten und noch offenen Arbeiten besprochen.