Um im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit die Treibhausgasemissionen entlang des Lebenszyklus der Produkte „Bitburger Radler 0,0% in der 0,33-Liter-Longneck-Mehrwegflasche“ (Sixpacks im 24er-Mehrwegkasten) und „Bitburger Premium Pils in der 0,33-Liter-Longneck-Einwegflasche“ (24er-Tray mit Folierung; für den Export) zu identifizieren, hat die fjol GmbH im Auftrag der Bitburger Braugruppe die Klimabilanzierung für das Berichtsjahr 2018 durchgeführt und ausgewertet.

Die vorliegende Untersuchung stellt die Berechnung der Menge an Treibhausgasen dar, die durch Rohstofferzeugung, Rohstofftransport, Produktion, Warentransport, Entsorgung und Nutzung des Produkts emittiert werden.

Untersuchtes System und Systemgrenzen

Im Rahmen der Untersuchung werden alle Treibhausgasemissionen erfasst, die entlang des Produktlebenszyklus durch Erzeugung, Verarbeitung und Transport der Rohstoffe, durch Produktion, Lagerung und Transport des untersuchten Produkts sowie durch Transport und Entsorgung der Produktverpackung entstehen. Zudem wird die Einkaufsfahrt des Endverbrauchers und die Lagerung des Produkts im Kühlschrank des Endverbrauchers einbezogen.

Innerhalb der Systemgrenzen liegen:

Rohwaren

  • Herstellung der Rohwaren 
  • Transport der Rohwaren

 

Verpackung:

  • Herstellung der Verpackung
  • Transport der Verpackung
  • Recycling der Verpackung

 

Produktion:

  • Herstellung der Produkte
  • Für Radler 0,0%: Entalkoholisierung und Pasteurisierung

 

Logistik:

  • Transport der fertigen Produkte zum Zentrallager des Handels sowie zum Point of Sale

 

Point of Sale:

  • Energieverbräuche am Point of Sale

 

Endverbraucher:

  • PKW-Fahrt des Endverbrauchers zum Point of Sale (Hin- und Rückfahrt)

 

Entsorgung:

  • Recycling und Müllverbrennung

 

Keine Berücksichtigung finden Treibhausgasemissionen, welche durch die Herstellung von Investitionsgütern entlang des Produktlebensweges entstehen, wie zum Beispiel Emissionen aus Energieverbräuchen bei der Produktion von Maschinen. Aufgrund der Vorgaben der zugrunde gelegten Normen bilden die treibhausgasrelevanten Umwelteinwirkungen aus der Stromerzeugung hier eine Ausnahme. Die hier angegebenen Werte beinhalten anteilsmäßige Energieverbräuche, welche durch den Auf- und Ausbau der Stromnetze (bzw. der Infrastruktur und der Photovoltaikanlagen) entstehen. Weiterhin nicht berücksichtigt in der Berechnung sind Produktion und Transport von eingesetzten Hilfs- und Betriebsstoffen (wie beispielsweise Schmierstoffe).

Ergebnisse der Produktklimabilanzen

Bitburger Radler 0,0% in der 0,33-Liter-Longneck-Mehrwegflasche: prozentuale Anteile an den Emissionen

Die in der Produktklimabilanz dargestellten Treibhausgasemissionen werden zu 15 Prozent durch die Rohstoffe (inkl. Transport) und zu 15 Prozent durch den Produktionsstandort Bitburg verursacht. Auf die Verpackung, inklusive der Gutschrift durch Recycling, entfällt ein Anteil von 19 Prozent. Auf die Distribution (inkl. Lagerung) ab Warenausgang bei Bitburger bis zum Point of Sale entfallen 21 Prozent der Emissionen. Durch die Einkaufsfahrt des Verbrauchers und das Lagern im Kühlschrank werden 26 Prozent der Treibhausgasemissionen emittiert.

Insgesamt werden 5,4 kg CO2e* pro 24er-Mehrwegkasten ausgestoßen. 

Bitburger Premium Pils in der 0,33-Liter-Longneck-Einwegflasche: prozentuale Anteile der Emissionen

Die in dieser Produktklimabilanz dargestellten Treibhausgasemissionen werden zu 11 Prozent durch die Rohstoffe (inkl. Transport) und zu 5 Prozent durch den Produktionsstandort Bitburg verursacht. Auf die Verpackung, inklusive der Gutschrift durch Recycling, entfällt ein Anteil von 46 Prozent. Auf die Distribution (inkl. Lagerung) ab Warenausgang bei Bitburger bis zum Point of Sale entfallen 24 Prozent der Emissionen. Durch die Einkaufsfahrt des Verbrauchers und das Lagern im Kühlschrank werden 26 Prozent der Treibhausgasemissionen emittiert.

Insgesamt werden 12,4 kg CO2e pro 24er-Tray ausgestoßen.

Unter anderem zeigt sich in den Ergebnissen der Unterschied der beiden genutzten Verpackungssysteme Mehrwegglas zu Einwegglas sehr deutlich. Die durch die Verpackung verursachten Emissionen sind beim Einwegglas mit 46 Prozent Anteil an den Gesamtemissionen und 72,07 kg CO2e je Hektoliter im Vergleich zu 19 Prozent und 13,26 kg CO2e um das mehr als Vierfache höher als beim Mehrwegglas.

*CO2-Äquivalente (CO2e) sind eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase.

Über fjol

Die fjol GmbH ist eine Beratungsgesellschaft, die Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategien unterstützt. Sie ist enger Kooperationspartner des Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU), einem anwendungsorientierten Forschungsinstitut an der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten/Herdecke.

Mehr Informationen finden Sie unter www.fjol.de

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