Im Laufe eines Arbeitslebens entwickeln sich die Anforderungen, die der Beruf an den Einzelnen stellt, ständig weiter. Lebenslanges Lernen ist daher auch mit Blick auf den demografischen Wandel wichtig. So können unsere langjährigen Mitarbeiter mit den Veränderungen Schritt halten. Fünf Mitarbeiter berichten.

Andreas Bach Bitburger Braugruppe

„Ich habe 2002 als Auszubildender für Mechatronik bei Bitburger angefangen. Danach folgte eine vierjährige Weiterbildung zum Automatisierungstechniker. Nun stehe ich kurz vor meinem Bachelor-Abschluss als Wirtschaftsingenieur. Für einen Teil der Weiterbildung stellt mich die Bitburger Braugruppe frei, das Tagesgeschäft darf aber natürlich nicht liegen bleiben. So entwickle ich mich nicht nur persönlich weiter, sondern bleibe auch bei Branchentrends und neuen Technologien auf dem neuesten Stand. Heute bin ich in einer Abteilung tätig, die viele Schnittstellen zu anderen Bereichen hat, dabei haben die Themen Datenverarbeitung, Kennzahlen und Reportings an Bedeutung gewonnen. Heutzutage ist in Zeiten von Industrie 4.0 alles vernetzt und vieles wird automatisiert gesteuert. Da gilt es, den Überblick nicht zu verlieren."

 

Jörg Engels König-Brauerei

„Angefangen habe ich 1986 mit einer Ausbildung zum Brauer und Mälzer. Anschließend habe ich als Maschinenführer und Vorarbeiter gearbeitet. Dann kam der Entschluss, den Meister zu machen. Mein damaliger Vorgesetzter hat mich dabei unterstützt und gesagt „Meisterschule? Ja klar!“ Mittlerweile bin ich Leiter der Abfüllung und berichte direkt an den Technischen Geschäftsführer. Früher gab es zwei Abfülllinien, seit 2008 haben wir eine moderne Anlage für alle Arten von Mehrwegflaschen. Im Rahmen einer internen Weiterbildung habe ich gerade gelernt, wie sich komplexe Projekte im Unternehmen besser umsetzen lassen. Das hilft mir auch im Alltag weiter, wenn Veränderungen anstehen oder Prozesse optimiert werden sollen. Zu lernen, wie man mit neuen Aufgaben und Techniken umgehen kann, ist heutzutage einfach wichtig.“

 

Peter Staub Licher Privatbrauerei

„Ich habe 1988 meine Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei Licher begonnen, heute arbeite ich als Brauer im Sudhaus. Damals hieß es 'Brauer, das ist ein Beruf, in dem ändert sich nicht viel'. Mittlerweile kommen laufend neue Produkte hinzu und es ist wichtiger denn je, auf die Kundenbedürfnisse zu reagieren. Die wichtigste Veränderung in den letzten Jahren war die Inbetriebnahme unseres neuen Sudhauses 2009. Steuerungen und Zusammenhänge sind deutlich komplexer geworden. Als Brauer muss man auch in der Lage sein, sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen. Deswegen ist es wichtig, dem Ganzen aufgeschlossen gegenüberzustehen und sich mit neuen Inhalten zu beschäftigen. Intelligente Durchflussregelungen, Automatisierungen und die Optimierung von Prozessen – auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit – gehören heute dazu.“

 

Reimund Walther Köstritzer Schwarzbierbrauerei

„Ich bin seit 41 Jahren bei Köstritzer beschäftigt und habe damals mit meiner Lehre hier begonnen. Seitdem arbeite ich als Brauer und Mälzer im Sudhaus. Eine der wichtigsten Neuerungen in meinem Berufsleben war der Umzug in unser neues Sudhaus am 11.11.1987. Körperlich ist die Arbeit mittlerweile deutlich leichter, dafür hat die Überwachung der Anlagen zugenommen. Die Steuerung ist komplexer, viele Prozesse werden heute automatisch gesteuert und man musste sich erst einmal in die neuen Computer reinfuchsen. Bei der Inbetriebnahme der neuen Anlagen gab es immer auch eine Einarbeitungszeit mit Erklärungen der neuen Steuerprogramme, im Laufe der Jahre hat sich dabei vieles verändert. Schulungen für neue Programme und Anlagen helfen dabei, bei den Aufgaben des Alltags stets auf dem neuesten Stand zu sein. Und ständiges Dazulernen hält ja auch den Geist fit!“

 

Thomas Schopf Wernesgrüner Brauerei

„1974 habe ich meine Lehre zum Brauer angefangen und anschließend noch ein Studium zum Diplom-Ingenieur FH angehängt. Später war ich für die praktische Lehrausbildung der Brauerlehrlinge für ganz Sachsen zuständig. Nach der Wende habe ich den Kundendienst der Brauerei aufgebaut, den gab es zu DDR-Zeiten noch nicht. Wir waren damals voller Stolz, als wir das erste C-Netz-Telefon in Empfang genommen haben – heute ist das Smartphone aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Zusätzlich war ich für die Messeauftritte der Wernesgrüner Brauerei in ganz Europa zuständig. Daraus hat sich dann auch meine heutige Tätigkeit ergeben. Viele neue Dinge habe ich quasi ‚on the job‘ gelernt, dabei hat sich mein Arbeitsalltag grundlegend verändert. Seit 1996 kümmere ich mich um die Veranstaltungen auf dem Gutshof und bin mittlerweile Veranstaltungsleiter. Wenn man so lange in einem Betrieb ist, macht es auch immer wieder Spaß, neue Aufgaben zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln.“

 

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